23-01-2026

CBAM und Anpassungen der EU Safeguards: Was sie für Stahlpreise und Versorgung bedeuten

Der europäische Stahlmarkt bereitet sich auf zwei wichtige regulatorische Entwicklungen vor: die vollständige Einführung des CBAM und die bevorstehenden Anpassungen der EU Safeguard Measures. Beide werden im Jahr 2026 die Preisgestaltung, Verfügbarkeit und Importdynamik beeinflussen.

Ab dem 1. Januar 2026 wird der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) angewendet, um die CO₂-Emissionen importierter Stahlprodukte zu reduzieren. Obwohl der endgültige Zertifikatspreis zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt wird, deuten vorläufige Daten der Europäischen Kommission darauf hin, dass die CBAM-bedingten Kosten für Stahlprodukte derzeit voraussichtlich zwischen rund 150 € und 550 € pro Tonne liegen werden. Der genaue Preis hängt vom Produkttyp und vom Herkunftsland ab. Dies bedeutet, dass CO₂-bedingte Kosten bereits Anfang 2026 die Importpreise beeinflussen werden.

Darüber hinaus hat die Europäische Kommission einen Vorschlag für neue Safeguard Measures vorgelegt, die das jährliche Importvolumen für Stahl begrenzen. Eine deutliche Reduzierung von 1,8 Millionen Tonnen wird umgesetzt, was 57 Prozent weniger Importe bedeutet. Für HRC ist zusätzlich eine Reduzierung von 4,3 Millionen Tonnen vorgesehen. Schließlich sieht der Vorschlag eine Erhöhung des Zolls für Übermengen von 25 auf 50 Prozent vor. Es ist zu erwarten, dass diese Maßnahmen den Preisdruck erhöhen und die Produktverfügbarkeit vorübergehend beeinflussen.

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