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19-08-2019

Wir sind alle miteinander verbunden

Ruud Langeveld,
Van Leeuwen Pipe and Tube, Singapur

1979 begann Van Leeuwen Singapur mit zwei Mitarbeitern in einem Büro. Heute, 40 Jahre später, ist es zum größten Van Leeuwen -Distributionszentrum in Asien gewachsen. In diesem Blog erfahren Sie mehr darüber, warum wir uns in Asien angesiedelt haben, was das Geheimnis unseres Erfolgs ist und welche Trends unsere Rolle in der Lieferkette für Rohre, Fittings und Flansche beeinflussen.

Singapur: der Anfang

Im Mai 2019 feierten wir unser 40-jähriges Bestehen in Singapur. Zwischen 1979 und heute hat sich Singapur zu einem wichtigen Zentrum für Schiffbau, Petrochemie und Pharmaindustrie in Südostasien entwickelt. Diese Branchen errichten Produktionsanlagen, um die Region zu bedienen und ziehen so Zulieferer für Bau und Instandhaltung an. Das Marktpotenzial war uns bereits in den 1970er-Jahren klar. Schließlich war die Stahlproduktion damals nicht Chinas Stärke. Die meisten Stahlprodukte kamen aus Japan oder Europa. Und Van Leeuwen hatte bereits ein umfangreiches Lieferantennetzwerk in Europa aufgebaut, das unseren lokalen Wettbewerbern noch fehlte.

Stärkung von Partnerschaften

unseres 40-jährigen Jubiläums lautete „Partnerschaft“. Als Handelsunternehmen ist unsere Beziehung zu unseren Lieferanten ein entscheidender Bestandteil der Lieferkette. Kurz gesagt: Unser Erfolg hängt davon ab. Wenn beispielsweise einer der größten Ölkonzerne bei Van Leeuwen und wir unsererseits Materialien von vom Kunden zugelassenen Herstellern beziehen, sind bereits drei Glieder in der Kette involviert. Wir alle sind miteinander verbunden und müssen unseren Wert unter Beweis stellen. Deshalb ist es so wichtig, unsere Beziehungen zu stärken und Teil erfolgreicher Lieferketten. Was die Effizienz angeht, besteht in unserem Segment der Stahlindustrie noch Verbesserungspotenzial.

Teil eines Netzwerks sein

Mit Effizienzsteigerung meine ich insbesondere die Digitalisierung. Die Stahlindustrie ist diesbezüglich noch recht konservativ. Natürlich leben wir vom Transport physischer Produkte von A nach B, aber wir sind auch verpflichtet, Kundeninformationen und Produktspezifikationen zu digitalisieren. Das ist eine positive Entwicklung, und wir schließen bereits Rahmenverträge mit Kunden ab, die Rohre und Komponenten automatisiert bestellen. Und das ist erst der Anfang, auch in Asien. Solche Vereinbarungen werden wir in naher Zukunft immer häufiger treffen und uns so in ein Netzwerk integrieren.

Informationen zum Austausch

Um die Effizienz unserer Lieferketten zu steigern, ist ein erweiterter Informationsaustausch notwendig. Wenn wir beispielsweise wissen, welche Rohre, Fittings und Flansche unsere Kunden im vergangenen Jahr verwendet haben, können wir Prognosen für die Zukunft erstellen. Diese Bestands- und Verbrauchsdaten können wir dann mit unseren Lieferanten teilen, damit diese ihre Produktionsplanung entsprechend anpassen können. Bei großflächiger Umsetzung lässt sich so viel Ressourcenverschwendung vermeiden, was wiederum die Kosten des Endprodukts senkt und somit dem Kunden zugutekommt.

Digitale Verbindung

Eine der größten Herausforderungen besteht jedoch darin, dass wir in unserer Lieferkette zwei Extreme berücksichtigen müssen. Auf der einen Seite stehen die Hersteller, typischerweise die großen Stahlwerke. Sie konzentrieren sich auf die abfallfreie Rohrproduktion. Auf der anderen Seite stehen die Endverbraucher (die großen Energieunternehmen) mit ihren kapitalintensiven Produktionslinien. Rohre sind für sie lediglich ein Nebenprodukt, um die Produktion in Gang zu bringen. Unsere Position in der Lieferkette liegt genau zwischen diesen beiden Kräften. Und wir haben nun eine neue Rolle: die digitale Verbindung zwischen Hersteller und Endverbraucher herzustellen. Der Informationsaustausch verändert die physische Lieferkette nicht direkt. Schließlich müssen die Rohre immer noch vom Stahlwerk zum Kunden transportiert werden. Die Informationsströme helfen uns jedoch, Ressourcenverschwendung zu reduzieren. Denn ein Stahlwerk hat weniger Überkapazitätsprobleme, wenn es besser auf Marktschwankungen reagieren kann.

Importlizenzen

Wir gingen nach Singapur, weil wir dort eine Chance erkannten. Und wenn ein Exportmarkt groß genug ist, bietet sich die Eröffnung einer Niederlassung vor Ort als interessante Option an. So kamen wir in den 1980er-Jahren nach Malaysia, Thailand, Indonesien und Australien. Ein australischer Bauunternehmer, der beispielsweise in Malaysia an einem Projekt arbeitet, kann sich nun an uns wenden, um sich über den Import von Rohren und die Lieferung von Baumaterialien beraten zu lassen. Wir besitzen alle erforderlichen Lizenzen für den Import von Rohrmaterialien. Das ist unser Mehrwert.

Persönliche Verbindung

Für Van Leeuwen ist es wichtig, lokale Arbeitskräfte zu beschäftigen. Einheimische verfügen über spezifisches Wissen und sind besser in der Lage, Beziehungen zu lokalen Kunden aufzubauen. Dank unseres internationalen Netzwerks, unserer umfassenden Produktkenntnisse und unserer Einkaufskompetenz konnten wir in Asien Fuß fassen. Durch persönliche Kontakte und den Respekt vor den unterschiedlichen Normen und Werten unserer Lieferanten und Kunden haben wir unser Unternehmen erfolgreich aufgebaut.