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Nachrichten & Medien

05-11-2025

Kohlenstoffabscheidung: ein neuer Schritt zur CO₂-Reduktion

Dennis Verheij
Accountmanager Internationale Projekte

Nachhaltigkeit und CO₂-Reduzierung gewinnen in diesen Projekten zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Unternehmen suchen nach konkreten Lösungen zur Reduzierung ihrer Emissionen, und die Kohlenstoffabscheidung – das Auffangen und Speichern oder Wiederverwenden von CO₂ – erfährt dabei große Aufmerksamkeit.

Der Fokus liegt verstärkt auf stark umweltbelastenden Sektoren und dem Schwerlastverkehr, wie etwa der Schifffahrt und dem Gütertransport, wo die CO₂-Abscheidung einen entscheidenden Unterschied machen kann. 
Auch Wasserstoff spielt in der Energiewende eine wichtige Rolle, doch die CO₂-Abscheidung bietet direkte Möglichkeiten zur Reduzierung der CO₂-Emissionen aus bestehenden Prozessen. „Wir haben bereits Projekte gesehen, in denen abgeschiedenes CO₂ mit Wasserstoff zu Methanol kombiniert wurde. Diese Projekte befanden sich zwar noch in einem frühen Stadium, zeigen aber, wie sich unterschiedliche Technologien gegenseitig verstärken können.“ 

Was ist Kohlenstoffabscheidung? 

Die CO₂-Abscheidung verhindert, dass CO₂ in die Atmosphäre gelangt. Das CO₂ wird in ein großes Pipelinesystem transportiert und in einem leeren Gasfeld gespeichert. In Rotterdam praktizieren Unternehmen wie Shell, Esso, Air Liquide und Air Products dieses Verfahren bereits. 

Es gibt im Wesentlichen zwei Ansätze: Speicherung und Wiederverwendung. Bei der Speicherung wird CO₂ unterirdisch gelagert, beispielsweise in leeren Gasfeldern unter der Nordsee. Dies ist eine sichere Langzeitlösung und verhindert, dass Emissionen in die Atmosphäre gelangen. Darüber hinaus rücken sinnvolle Anwendungen für die Wiederverwendung immer stärker in den Fokus. Wir hatten bereits ein Projekt, bei dem abgeschiedenes CO₂ mit Wasserstoff zu E-Methanol kombiniert wurde. Es war für die Schifffahrtsindustrie gedacht, befand sich aber noch in einem sehr frühen Stadium. Der Sektor war für die Energiewende noch nicht bereit. Solche Innovationen zeigen jedoch, dass CO₂ in Zukunft nicht nur ein Abfallprodukt sein muss, sondern auch zu einem Rohstoff werden kann. 

Die Rolle von Van Leeuwen

Van Leeuwen entwickelt keine eigenen Anlagen zur CO₂-Abscheidung, sondern liefert die benötigten Materialien für deren Bau. Rohre, Flansche, Fittings – im Grunde alles, und zwar in allen vom Kunden gewünschten Stahlsorten. Ein konkretes Beispiel ist das Projekt von Air Products. Das Unternehmen errichtet eine Anlage zur Herstellung von blauem Wasserstoff, die 95 % der Emissionen abscheidet und speichert. Das CO₂ wird während der Produktion abgeschieden und anschließend über Pipelines zu einem brachliegenden Gasfeld in der Nordsee transportiert, das sonst keine Verwendung findet. Wir liefern große Mengen an Material für dieses Projekt 

Marktherausforderungen 

Obwohl die Technologie existiert, bestehen weiterhin Herausforderungen. „Wir wissen genau, was wir mit abgeschiedenem CO₂ anfangen können. Das Problem ist jedoch, dass Endverbraucher wie die Schifffahrtsbranche nicht immer darauf vorbereitet sind. Man kann eine hochmoderne Anlage haben, aber keine Kunden, die das Produkt kaufen. Auch die Herkunft des Stahls ist problematisch. Viel Stahl kommt aus Ländern wie China oder Indien, wo die Umweltauflagen noch unzureichend sind. In Europa wird die Produktion nachhaltiger. Ab dem nächsten Jahr müssen Unternehmen nachweisen, wie viel CO₂ bei der Produktion freigesetzt wurde. Dies muss von einer unabhängigen Stelle überprüft werden.“.

Blicken wir nach vorn 

Nachhaltigkeit wird zunehmend die gesamte Lieferkette prägen. Ich bin überzeugt, dass Unternehmen, die auf Nachhaltigkeit setzen, schon bald im Mittelpunkt stehen werden. Nicht nur bei den Kunden, sondern auch, weil Gesetze und Zertifizierungen dies erzwingen werden. So werden beispielsweise Strafen für nicht nachhaltig produzierte Rohre fällig. Van Leeuwen trägt damit zu den Projekten von heute bei und bereitet – gemeinsam mit Kunden und Lieferanten – die nachhaltigen Wertschöpfungsketten von morgen vor.